Veröffentlicht
27. März 2020 um 16:37 Uhr
von Jürgen Wiethäuper

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MOBA-Jahreswagen 2020

MOBA-Jahreswagen ist eingetroffen

Durch die Corona-Pandemie können wir unseren Mitgliedern den Wagen aktuell nicht auf Messen oder Stammtischen aushändigen. Wir bitten Sie um Geduld. Vorfreude ist aber immer die schönste Freude.

Zum 25-jährigen Verbandsjubiläum ist der neue MOBA-Jahreswagen erscheinen: ein Schweröl-Dienstgutwagen Bauart 262 der Deutschen Bundesbahn aus dem Hause Märklin.

Die Befeuerung der Dampfloks erfolgte zunächst mit Kohle und später bei Ölfeuerung auch mit Bunkeröl. Der Betrieb der ölgefeuerten Schnellzugloks erforderte große Mengen an Brennstoff, die es zu den “Tankstellen” der Bahnbetriebswerke zu transportieren galt. Die gute Isolierung des Innenkessels ermöglichte den ganzjährigen Transport des Brennstoffs, ohne der Gefahr ausgesetzt zu werden, daß das Schweröl zähflüssig wurde.

Von diesem vierachsigen Heizölkesselwagen mit 72 m³ Inhalt von Credé gab es 25 Serienwagen und zwei Prototypen. Solange die Fahrzeuge ihre Isolation und Heizung noch besaßen, hießen sie 262. Nach späteren Umbauten wurden sie zur Bauart 259 und dort mit anderen Wagen zusammengeführt.

Die 25 Serienwagen trugen bis 1971/72 die Nummern “Kassel 3930-3954” und waren im Bw Bebra bzw. im Betriebsstoffhauptlager Kassel beheimatet. Ihre Eigengewichte schwanken zwischen 22420 und 22850 kg.

Credé hat in diese Bauart viel Arbeit und Überlegungen gesteckt. Der Wagen steht in der Tradition der Großgüterwagen für Kohle aus den 20er Jahren – so kurz wie möglich unter Ausnutzung von 20 t-Achslast und dabei ein möglichst großes Volumen unter Ausnutzung der zulässigen Wagenumgrenzung. Die Platzverhältnisse in den Lagern für schweres Heizöl ließen keine größeren Wagen zu.

 

Text: aus www.eisenbahndienstfahrzeuge.de

Foto: jw