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11. März 2020 um 19:12 Uhr
von Jürgen Wiethäuper

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MOBA – Jahreshauptversammlung 2020

Herzlich Willkommen vom 18.09. bis 20.09.2020 in Würzburg am Main

Hier der Vorbericht zur Jahreshauptversammlung. Die Anmeldeunterlagen werden in Kürze im Mitgliederbereich veröffentlicht.

 

 

 

Herzlich Willkommen

zur MOBA – Jahreshauptversammlung 2020

vom 18.09. bis 20.09.2020

in Würzburg am Main

 

Foto: Karl Josef Hildenbrand

 

Nach Hamburg im Norden und Dortmund im Westen sind wir im Jahr 2020 mit der MOBA-JHV wieder im nördlichen Bayern, besser gesagt, in Franken zu Gast. Als Gastgeber dazu konnten wir den Verein „Club der Modellbahner Würzburg“ gewinnen. Doch lassen wir sie hier berichten, was uns alles in Würzburg vom 18. bis 20. September 2020 erwartet.

 

Würzburg

 Mit rund 130.000 Einwohnern ist die Großstadt am Main die sechstgrößte Stadt in Bayern. Im Jahr 704 wurde Würzburg erstmals als Befestigungsanlage „Virteburh“ urkundlich („in castello Virteburh“) erwähnt. Bereits im Mittelalter war die Stadt ein bedeutendes wirtschaftliches, geistliches und hoheitliches Zentrum. Bis zur Industriellen Revolution blieb die überregionale Bedeutung hoch. Es entstand ein eindrucksvolles Stadtbild, vergleichbar mit herausragenden mitteleuropäischen Altstädten wie Krakau. Dieses wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt,

insbesondere durch den Bombenangriff am 16. März 1945. Beim Wiederaufbau wurden bedeutende Einzeldenkmäler wie die meisten Kirchen der Altstadt äußerlich rekonstruiert, jedoch nur wenige Bürgerhaus-Ensembles und Traditionsinseln. Die ebenfalls im Krieg teilweise schwer beschädigte und anschließend restaurierte Würzburger Residenz mit Hofgarten und Residenzplatz wurde 1981 in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Sie war nach dem Aachener Dom und zusammen mit dem Speyerer Dom das dritte deutsche Bauwerk auf der Liste.

Mit der Julius-Maximilians-Universität, die in der Tradition der 1402 gegründeten Hohen Schule zu Würzburg steht und damit die älteste Universität Bayerns ist, zählt die Stadt zu den klassischen deutschen Universitätsstädten. Die Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt und die 1797 gegründete Hochschule für Musik Würzburg sind weitere akademische Einrichtungen. 35.600 Studenten (Stand Wintersemester 2017/18) und weitere Hochschulangehörige prägen das städtische Leben.

 

Verkehrslage:

Der Würzburger Hauptbahnhof ist überregionaler Knotenpunkt im Personenfernverkehr der Deutschen Bahn. In Würzburg, nach 1828 begonnenen Planungen seit Oktober 1854 ans Eisenbahnnetz angeschlossen und mit Einrichtung der Strecke nach Ansbach 1864 und der nach Nürnberg 1865 zu einem bedeutenden Bahnknoten geworden, treffen sich eine Nord-Süd-Verbindung von Hamburg/Bremen, Hannover, Göttingen und Kassel nach Nürnberg und München mit der von Nordwest nach Südost verlaufenden Trasse aus dem Ruhrgebiet, dem Rheinland und Frankfurt am Main nach Regensburg, Passau, Wien und weiter nach Budapest. Es bestehen mindestens stündliche Fernverbindungen.

Auch mit dem Auto ist Würzburg gut zu erreichen: Nur wenige Kilometer entfernt treffen sich A3 (Köln – Würzburg – München), A7 (Hannover – Würzburg – Ulm) und A81 (Stuttgart – Heilbronn – Würzburg).

 

Freitag, 18.09.2020

Die Anreise nach Würzburg sollte bis 13:00 Uhr erfolgen. Unser Bus startet um 14:00 Uhr am Hotel Strauss (Juliuspromenade 5) zur DGEG – Museumswerkstatt, die wir ab 14:15 Uhr besichtigen.

Der DGEG Standort Würzburg entstand in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts aus der örtlichen BSW Gruppe. Darin organisierten sich aktive und ehemalige Bahnmitarbeiter des Betriebswerks Würzburg, um in ihrer Freizeit am Erhalt und der Aufarbeitung historischer Fahrzeuge der Bahn mitzuarbeiten. 1984 konnte mit der 52 7409 eine für Franken typische Dampflok aus Linz (Österreich) erworben werden. In über 20000 Stunden wurde die Maschine komplett zerlegt und wieder betriebsfähig zusammengebaut.

Das “Museum” befindet sich auf dem Gelände des Güterbahnhofs Würzburg-Zell. Dort steht mit der ehemaligen Wagenwerkstatt eine dreigleisige Halle zur Verfügung. Hier sind die Museumswerkstatt und die Lokomotiven untergebracht. Vor der Halle sowie dahinter befinden sich weitere Abstellgleise, wo die umfangreiche Personenwagen- und Güterwagensammlung abgestellt ist. Hier befindet sich die übrige Infrastruktur auf dem Betriebsgelände. Diese umfasst neben 1357 Metern Gleis mit 4 Weichen, unter anderem eine Hebeanlage, einen Bockkran sowie eine Achssenke.

Nach der Besichtigung der Museumswerkstatt fahren wir weiter zur Würzburger Residenz mit dem staatlichen Hofkeller, den wir besichtigen werden.

Die Würzburger Residenz ist das Hauptwerk des süddeutschen Barock und außerdem eines der bedeutendsten Schlösser Europas. Die UNESCO nahm sie bereits 1981 – als drittes

Bauwerk in Deutschland – in die Liste der zum Welterbe gehörenden Objekte auf. Erbaut wurde sie 1720 bis 1744 nach Plänen Balthasar Neumanns. Das beeindruckende Treppenhaus – eine einzige, freitragende Muldenkonstruktion – offenbart das Genie Neumanns, der damals noch am Anfang seiner Karriere stand. Bei der Ausstattung wirkte eine große Zahl hervorragender Künstler mit, darunter der Stuckateur Antonio Bossi und der bedeutendste Freskenmaler der Zeit, der Venezianer Giovanni Battista Tiepolo, der im Treppenhaus das größte zusammenhängende Fresko der Welt schuf.

Tief im Inneren der Würzburger Residenz erstrecken sich die weitläufigen und labyrinthisch verschlungenen Kellergänge des ehemaligen “Fürstbischöflichen Hofkellers“.

Dem Besucher, der heute durch die stimmungsvoll beleuchteten Gänge und Gewölbe des Residenzweinkellers streift, erschließt sich einer der schönsten Weinkeller der Welt.

Wissenswertes zum Staatlichen Hofkeller:

Kellerfläche: 4557 qm                                   Kellerganglänge: 891 m

Luftfeuchtigkeit: 80 %                                    Mauerstärke: bis zu 6 m

Gewölbehöhe: bis zu 6,5 m                          Spannweite: 10 m

Holzfasslagerraum: ca. 600.000 ltr.              Kellertemperaturen: 15 – 18°C

 

Nach der Besichtigung des Hofkellers kehren wir zum gemeinsamen Abendessen in das Restaurant „Ratskeller“ im Herzen von Würzburg ein.

 

 

Der Rückweg vom Restaurant zu den Hotels erfolgt zu Fuß.

 

Anschließend wie jedes Jahr Ausklang an der Bar des Hotels Strauss oder einer anderen Lokalität in Würzburg.

 

Samstag, 19.09.2020

Nach dem Frühstück in den Hotels findet ab 10:00 Uhr im Tagungszentrum des Burkadushaus am Dom die diesjährige MOBA – Jahreshauptversammlung statt. Nach Ende der Sitzung fahren wir mit dem Bus zunächst zum Vereinheim des CdMW, wo wir eine kostenlose Verköstigung bekommen. Es besteht auch die Möglichkeit, das Vereinsheim mit Modellbahnanlage zu besichtigen.

Nach erfolgter Besichtigung geht es mit dem Bus weiter nach Seligenstadt b. Würzburg, wo die Mainschleifenbahn ihren Ausgang hat. Diese wurde am 14. Februar 1909 eröffnet und fährt zwischen Seligenstadt und Volkach/Main. Die Bahn ist eine der letzten erhaltenen Nebenbahnen aus der Zeit der königlich-bayerischen Staatsbahn die es in Unterfranken noch gibt. Fast alle anderen Trassen aus dieser Zeit sind inzwischen abgebaut. Als technik-, wirtschafts- und kulturgeschichtliche Einheit verbindet sie die Volkacher Mainschleife, eine der schönsten Landschaften Bayerns, mit Würzburg, dem kulturellen Zentrum Unterfrankens. Nach der vorläufigen Stilllegung der Strecke fährt seit 2004 ein vom Förderverein Mainschleife e.V. betriebener VT 98 im Ausflugsverkehr.

Die 10 km lange Trasse beginnt im Volkacher Ortsteil Astheim am westlichen Ende der Mainbrücke. Diese wurde bis 1991 von Bahn und Straße gemeinsam genutzt. Am Nordhang der Mainschleife führt die Strecke hinauf in die weite Gaulandschaft rund um den Endbahnhof Seligenstadt b.W.. Mit 23 Promille Steigung gehört das Stück zwischen Volkach – Astheim und dem

Haltepunkt Escherndorf zu den steilsten Strecken Unterfrankens. In Volkach – Astheim angekommen besteigen wir zunächst das Fahrgastschiff „Undine“ und fahren ca. 90 Minuten auf der Mainschleife durch diese herrliche Weingegend. Genießen Sie die Landschaft bei einem guten Schoppen Wein. Wieder in Astheim angekommen bieten wir Ihnen noch die Möglichkeit den typisch fränkischen Winzerort Volkach auf eigene Faust zu erkunden. Die Rückfahrt erfolgt mit dem Bus nach Würzburg zur Gaststätte „Würzburger Hofbräu“, wo wir gemeinsam zu Abend essen. Die Rückfahrt erfolgt individuell in die Hotels.

 

Sonntag, 20.09.2020

Am Sonntag heißt es Abschied nehmen und auf ein Wiedersehen hoffen. Aber nicht ohne einen letzten Tipp! Da Würzburg sehr viele Sehenswürdigkeiten besitzt hier eine kleine Auswahl:

  • Altstadtrundgang
  • Festung Marienberg
  • Würzburger Dom
  • Würzburger Residenz
  • div. Kirchen
  • Neumünster
  • Stift Haug
  • Käppele
  • Veitshöchheim

 

Das Vereinsheim des CdMW hat am Sonntag auch ab 10:00 Uhr geöffnet und die Mitglieder freuen sich über Ihren Besuch.