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28. März 2017 um 19:00 Uhr
von Jürgen Wiethäuper

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Jahreshauptversammlung 2017 in Coburg

Herzlich Willkommen zur MOBA – Jahreshauptversammlung 2017 vom 22.09. bis 24.09.2017 in Coburg, der Krone Frankens

Nach Köln im Westen gehen wir dieses Jahr wieder in den Süden, genauer gesagt nach Franken. Für das Jahr 2017 konnten wir als Gastgeber die Eisenbahnfreunde Steinachtalbahn – Coburg e.V. gewinnen. Doch lassen wir sie jetzt selber ihre Heimat vorstellen.

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Coburg – lebendige Stadt mit reicher Geschichte

Im Herzen Deutschlands zwischen dem Thüringer Wald und dem Oberen Maintal liegt Coburg. Die früheren Herrscher der Residenzstadt des einstigen Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha eroberten durch ihre günstige Heiratspolitik die Herrscherhäuser ganz Europas und schrieben dynastische Weltgeschichte. Die berühmteste Heirat wurde zwischen Queen Victoria von Großbritannien und Prinz Albert von Sachsen – Coburg geschlossen.

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Die vier Coburger Herzogsschlösser – Veste Coburg, Schloss Ehrenburg, Schloss Callenberg und Schloss Rosenau – sind Zeugen dieser Epoche. Sie spiegeln die Geschichte Coburgs eindrucksvoll wieder.

Martin Luther fand fast ein halbes Jahr auf der Veste Coburg Zuflucht, der Walzerkönig Johann Strauss wurde aus Liebe Coburger Bürger, und im Hoftheater gingen zahlreiche Persönlichkeiten ein und aus. International bedeutende Kunstsammlungen – Gemälde, Kupferstiche, Waffen, Rüstungen, Glas, Kutschen und Schlitten – Puppen- und Spielzeugmuseen, das historische Weihnachtsmuseum, das Europäische Museum für Modernes Glas und die weltberühmten M. I. Hummelfiguren sind kulturelle Highlights.

Die Grenzen der DDR fielen am 9. November 1989; Coburg gelangte dadurch aus einer Randlage im einstigen Zonenrandgebiet mitten ins Zentrum des vereinigten Deutschland.

 

Freitag: 22.09.2017

Wer bereits am Donnerstag, 21.09.2017 in Coburg anreist hat am Freitagmorgen die Möglichkeit, die Fa. PIKO in Sonneberg zu besichtigen. Anreise von Coburg nach Sonneberg (ca. 25km) erfolgt individuell. Beginn der Besichtigung 10:00 Uhr.

Am Freitag sollte die Anreise bis ca. 16:00 Uhr im Hotel Vienna House, Coburg erfolgen. Eine kostenpflichtige Tiefgarage befindet sich direkt unter dem Hotel.

Nach dem Zimmerbezug treffen wir uns um 16:45 Uhr in der Lobby des Hotels zum kurzen Bustransfer auf den Marktplatz in der Innenstadt, um zuerst die berühmte Spezialität zu genießen, eine Original Coburger Bratwurst vom Rost, auf Kiefernzapfen gebraten.

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Hotel Vienna House

Die anschließende Stadtführung führt vom Marktplatz durch die Innenstadt. Schlossplatz mit Landestheater, Ehrenburg und den Arkaden, Spielzeugmuseum, Stadthaus und Morizkirche sind nur ein Auszug der Sehenswürdigkeiten. Nach dem Stadtrundgang erfolgt der Transfer mit dem Bus in das Abendlokal, wo ein kurzweiliges Abendprogramm mit fränkischen Spezialitäten auf die Tagesteilnehmer wartet. Danach findet der traditionelle Ausklang an der Hotelbar statt.

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Historisches Rathaus

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Ehrenburg

 

Samstag: 23.09.2017

Nach dem ausgiebigen Frühstück, das ab 07:00 Uhr eingenommen werden kann, fahren wir ab 09:00 Uhr mit dem Shuttlebus zum Tagungsort nach Creidlitz.  Um 10 Uhr beginnt die Jahreshauptversammlung in Gasthof „Goldene Sonne“.

Begleitpersonen, die nicht an der MOBA-JHV teilnehmen, werden um 09:40 Uhr vom Hotel aus in die Innenstadt gefahren. Hier können sie in den zahlreichen Geschäften bummeln gehen, das Spielzeugmuseum oder die Ehrenburg besichtigen. Ab 12.30 Uhr beginnt vom Gasthof „Goldene Sonne“ und ab 12:40 Uhr vom Hotel der 1 ½ -stündige Bustransfer zum Veranstaltungshöhepunkt des Tages im Thüringer Wald, zur Oberweisbacher Bergbahn.

Während des Transfers werden wir einen kleinen Teil der größten  Bahnbaustelle Deutschlands, der VDE 8.1, Ebensfeld – Erfurt bestaunen können, Ein ortskundiger Reiseleiter wird im Bus zahlreiche Informationen  zu diesem Großprojekt der DB Netz AG geben.

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Froschgrundbrücke

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Brücke im Bau

Die Talbrücke Froschgrundsee beispielsweise ist ein 798 Meter langes zweigleisiges Eisenbahnüberführungsbauwerk. Sie ist mit einer Bogenspannweite von 270 Metern mit der gleichen Stützweite wie die benachbarte Grümpentalbrücke die längste Eisenbahn-Bogenbrücke Europas und löst in Deutschland die bisherige Rekordhalterin, die Autobahnbrücke Wilde Gera, ab. Nach einer abwechslungsreichen Fahrt durch den Thüringer Wald, vorbei am Pumpspeicherwerk Goldisthal erreichen wir die Talstation Obstfelderschmiede der Oberweisbacher Bergbahn an der Nebenbahnstrecke Rottenbach – Katzhütte, wo uns vor der Fahrt ein Imbiss mit Thüringer Bratwurst erwartet.

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Grümpentalbrücke

 

Einzigartig in Fahrt – mit der Oberweißbacher Bergbahn

Die Oberweißbacher Berg- und Schwarzatalbahn ist ein historisches Kleinod inmitten des Thüringer Waldes. Herzstück ist die denkmalgeschützte, 1,4 km lange Standseilbahn von Obstfelder-schmiede nach Lichtenhain. Auf ihrer Fahrt überwindet sie bemerkenswerte 323 Höhenmeter bei maximal 25 % Steigung. Sie ist somit weltweit die steilste Stand-seilbahn zum Transport normalspuriger Eisenbahnwagen. Die 1923 eröffnete Seilbahn wird noch heute mit rekonstruierten Bergbahnwagen aus dem Eröffnungsjahr betrieben. An der Bergstation wurde der Fröbelwald errichtet, ein Walderlebnispfad, der nach der Philosophie Friedrich Fröbels Wissenswertes zum Wald und zur Geschichte der Region vermittelt.

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Auf der Hochebene führt eine 2,6 km lange elektrifizierte Flachstrecke von Lichtenhain über Oberweißbach nach Cursdorf.

Hier verkehren zwei historische Triebwagen, weltweit einmalige Unikate aus den 1970er Jahren. Auf der Rückfahrt darf ein Besuch des im Mai 2017 neu eröffneten Maschinarium nicht fehlen. Hier bietet sich die Möglichkeit, einen exklusiven Blick in das Herzstück der Bergbahn zu werfen, das Maschinenhaus, wo sich die Antriebsanlage mit den Treibscheiben, den Motoren und den Bremsen befindet. An verschiedenen Stationen werden die Funktionsweise, Technik und Besonderheiten der Bergbahn interaktiv erläutert.

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Ca. 17.30 Uhr beginnt der Rücktransfer über die Glasbläserstadt Lauscha und der Spielzeugstadt Sonneberg zum Abendessen nach Seßlach bei Coburg. Das Kleinod im Coburger Land – auch oberfränkisches Rothenburg genannt – begeistert durch seinen mittelalterlichen Flair und dem historischen Stadtkern mit Stadtmauern und Kopfsteinpflaster. Im Landgasthof „Roter Ochsen“ lassen wir bei zünftigen fränkischen Spezialitäten den Tag ausklingen, bevor der Transfer zum Hotel den Tag abschließt. Der Tagesausklang findet an der Hotelbar statt.

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Seßlach

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Gasthof „Roter Ochse“

 

Sonntag: 24.09.2017

Nach dem Frühstück öffnen die Eisenbahnfreunde Steinachtalbahn – Coburg ihr Vereinsheim für die Tagungsteilnehmer. Der Bahnhof Coburg – Neuses liegt an der Strecke Coburg – Bad Rodach und ist heute in Vereinsbesitz. Nach der Besichtigung beginnt die individuelle Abreise der Teilnehmer der JHV – oder der selbstständige Besuch weiterer Sehenswürdigkeiten wie die Veste Coburg, der Infopoint der VDE 8.1 in Goldisthal, der Dampfbahn Fränkische Schweiz in Ebermannstadt oder dem Deutschen Dampflokmuseum in Neuenmarkt – Wirsberg.

Die Eisenbahnfreunde Steinachtalbahn – Coburg e.V. freuen sich schon heute darauf, zahlreiche Tagungsteilnehmer in Coburg begrüßen zu dürfen. Vielleicht schaffen wir einen neuen Teilnehmerrekord: Coburg liegt im Herzen Deutschlands und ist über die A 73 oder der Bahn gut zu erreichen!

 

Text: Michael Resch, Karl-Friedrich Ebe

Fotos: Michael Resch, Tourismusamt Coburg, Oberweisbacher Bergbahn